Nach dem Chef ist ja bekanntlich der am wichtigsten, der die Verantwortung für das Geld hat. Bei Einsteins ist das Marlena Maerz – was die Finanzen angeht hat sie als Product-Managerin die Zügel in der Hand:
“Product-Managerin – das klingt nach BWL-Studium, Hosenanzug und Diät-Schokolade. Product-Managerin – das passt so gar nicht nach Eichstätt.
Die Aufgaben als Product-Managerin sind eigentlich relativ einfach zu beschreiben: Schauen, dass wir am Ende keine Miesen machen. Denn für die Finanzierung von Einsteins ist unser Semester komplett selbst verantwortlich. Die Kosten – Druck und Recherchekosten – müssen wir über den Verkauf von Anzeigen, das Veranstalten von Partys und nicht zuletzt den Verkauf der Hefte wieder rein bekommen. Wenn wir nicht auf den Kosten sitzen bleiben wollen.
Deshalb habe ich mich regelmäßig mit dem Anzeigenchef getroffen, Listen abgeglichen und dabei viel Kaffee mit viel Zucker getrunken. Dann habe ich Mails beantwortet mit Fragen wie: „Ich brauche für meine Recherche zwei Bahntickets – kann ich die buchen?“ Standardmäßig mit: “Mach mal, schick mir die Rechnung, ob wir alle Recherchekosten zurück erstatten können sehen wir am Schluss.”
Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an dem ich zum letzten Mal die beiden Funktionen des Taschenrechners benutze, die ich notfalls auch schriftlich rechnen könnte, oder wenn es sein muss im Kopf: Plus und Minus. Plus: Wie viel Geld haben wir eingenommen? Minus: Die Ausgaben von den Einnahmen abziehen. Und wenn da, nachdem wir das letzte Einsteins verkauft haben, eine positive Zahl steht, dann esse ich eine Tafel Diät-Schokolade.”

